Webdesign
Gutes Webdesign
Die Formulierung "gutes Webdesign" bezieht sich zunächst nicht auf die grafische Umsetzung einer Webseite. Das sind Dinge, die zum Einen Geschmackssache sind und somit im Auge des Betrachters liegen. Zum Anderen unterliegen die Internetauftritte vor allem größerer und bekannter Unternehmen gestalterischen Regeln: dem Corporate Identity.
Was also ist gutes Webdesign und wie kann man es messen?
Da auch hier die Ansichten verschieden, die Auslegung variabel und die Anforderungen unterschiedlich sind, hier ein paar grundlegende Regeln und Hinweise:
- keine überfrachteten Navigationen (max. 7 Punkte ... Ausnahme Online-Shops)
- logischer und funktioneller Aufbau der Seiten (grundsätzlich sollte die Form dem Inhalt folgen)
- auch bei deaktiviertem Stylesheet sollte der Inhalt logisch und verständlich bleiben
- (Haupt)Navigationen sollten immer an der gleichen Stelle zu finden sein (d.h. auch, wenn der Inhalt aufgrund seiner Länge gescrollt werden muß)
- Tabellenlayouts sollten mittlerweile Geschichte sein
- kein Einsatz von Frames und Iframes (Ausnahme sind bewußter Einsatz aus Gründen der SEO und bookmarkfähige AJAX-Seiten)
- valides und semantisch sauberes (X)HTML (am Bsp. dieser Seite)
- valides CSS
Man könnte diese Auflistung um weitere Hinweise wie die Vermeidung vieler animierter Grafiken und nerviger Hintergrundsounds ergänzen. Doch greift hier wieder das eigene Empfinden. Wer seine Seite mit vielen blinkenden GIF's und nervzehrenden Geräuschen nicht als belastend empfindet, wird diese Effekte auch ganz sicher nicht einfach abstellen.
Die Webdesigner, die jetzt lächelnd an private Homepages denken, sollten sich fragen, ob sie nicht das Gleiche, nur auf höherem Niveau, auch schon gemacht haben. Flash und Java-Effekte fallen mir hier vor allem ein. "Weihnachtlich dekorierte" Seiten auf denen es unentwegt schneit, so daß man dem Inhalt kaum noch zu folgen vermag, Bilder mit Wassereffekten und permanente Soundloops assoziiere ich ebenso mit diesem Thema.
Grundlegend sollte also ein Layout klar, leicht verständlich und so aufgebaut sein, daß gestalterische Elemente dem Inhalt keine übermächtige Konkurrenz bereiten. Oder mit anderen Worten: gutes Webdesign besteht aus der Beachtung elementarer gestalterischer Grundsätze und einem funktionalen und logischen Aufbau, umgesetzt mit einem validen Code und Stylesheet.
Gutes Webdesign hat einen weiteren Vorteil: es ist ungeheuer flexibel! Diese Seite kann ihr Aussehen völlig verändern, ohne auch nur ein Zeichen im Strukturcode zu ändern. Sehen Sie selbst (Stylesheet wechseln).